lunedì 24 novembre 2008

venerdì 21 novembre 2008



Ausflug zur Wurzer Alm

PASTOR ANGELICUS EIN HAUS FÜR BEHINDERTE
Auf der Sonnenterrasse, die sich nach Westen gegen Meran absenkt, entstanden um die Jahrhundertwende jene Bauten, die das unverwechselbare Bild von Obermais prägen. In der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg entfaltete sich hier der Fremdenverkehr. Hotels, Pensionen, Villen aller Stilarten wurden in die Parklandschaft gestellt. Immer waren es Einzelbauten.
Diese Typologie wollten wir beibehalten. Unter Einbeziehung der erhaltenswerten Bauten, bei Schonung des Baumbestandes planten wir Einzelbauten, die in ihren Dimensionen den benachbarten Häusern entsprechen.
Städtebauliche und architektonische Aspekte spielen für die psychische und soziale Rehabilitation eine wesentliche Rolle. Das Heim ist ein Stück Therapie und erfüllt seine Aufgabe um so besser, je mehr die "Heimsituation" vermieden wird. Die Integration gewohnter Bauten in eine gewohnte Umwelt erleichtert die Integration der Behinderten in den Alltag, den Übergang ins Leben.
Einen Trakt des Altbaus, ursprünglich Pension Aders, konnte man erhalten. So aufwendig so eine Sanierung ist, so günstig wirkt sie sich auf die Umgebung aus. Der Bau steht hier seit über 100 Jahren. Ursprünglich war er ein Hotel mit mehreren Zubauten,das später als Schülerheim diente.. Daher der Name. Seine mächtige Gestalt hat seither die Umgebung geprägt. Sein klassizistisches, gründerzeitliches Aussehen gehört zum Obermaiser Ortsbild.
Der Haupteingang liegt an der Dantestraße mit ihren vielen Bäumen und Gärten. Nicht weit vom Brunnenplatz, dem Obermaiser Zentrum. Ein großer, gepflasterter Vorplatz schafft eine angenehme Eingangssituation. Eine Bar und der Verkaufsraum der Werkstätten sind öffentlich zugänglich, vermitteln zwischen außen und innen.
Im Altbau sind die Dauerwohngemeinschaften untergebracht. In sechs Wohngruppen wohnen je 5 schwerbehinderte Personen mit ihren Betreuern. Dort kochen sie selber. Ambulatorien, Gästewohnungen, Aufenthaltsräume für Zivildiener ergänzen das Raumangebot.


Tischlerei, Weberei, Töpferei sind die Werkstätten im Neubau. In Arbeitsgruppen wird hier gemeinsam gebastelt. Auch diese Gruppen haben je eine Küche für sich allein.
Ein Schwimmbad ermöglicht die verschiedenen Bewegungstherapien und Anwendungen. Für Körperbildung und Bewegung gibt es eine Gymnastikhalle mit Geräten und Nebenräumen.
Besondere Bedeutung hat der große Garten. Hier können sich die Behinderten frei bewegen, hier gibt es Spiele, Kegelbahn, Gartenarbeit, Spazierwege, und Schatten unter Bäumen.
Die künstlerische Ausgestaltung wurde von den Künstlern Manfred A. Mayr & Carmen Müller in einem einjährigen Workshop mit den Behinderten geplant und in den Werkstätten ausgeführt.